Kolumne Oktober 2021

VFW – gern unterschätzt, aber immer vorne dran

Schwimmbad

Schon 2016 hatten wir beantragt, im Ort ein Schwimmbad zu bauen. Die Machbarkeitsstudie ergab für ein Schwimmbad mit 5 Bahnen (25 m x 12,5 m) einen Preis von 5 Mio. € plus Betriebskosten. Das war dem Bürgermeister zu teuer und er verwies auf die Möglichkeit in Zukunft das geplante Hallenbad in Poing nutzen zu können.

Jetzt endlich kommt das Schwimmbad, allerdings nach Aschheim. Kosten jetzt 14,75 Mio. € für ein gleich großes Schwimmbad mit einem zusätzlichen Übungsbecken mit 12,5 m x 10 m, Kostenanteil für Kirchheim 4,45 Mio. €. Hätte man damals doch nur auf die VFW gehört!

Ortspark

Bereits 2004 hat der damalige VFW-Bürgermeister Heinz Hilger die Ergebnisse aus einem Gutachten von Prof. Reichenbach-Klinke für den optimalen Weg für Kirchheim gehalten. Dieser zeigte eine grüne Süd-Nord- und eine Ost-West-Achse auf. In der Wahl 2008 war dies ein Hauptanliegen der VFW unter dem Schlagwort „Grünes Herz“ für Kirchheim. Die meisten anderen Gruppierungen sahen das damals noch anders, erst nach Einbindung der Bürger über Bürgerwerkstätten wurde der Ortspark in seiner heutigen Form geplant.

Also nach fast 20 Jahren wird der VFW-Traum wahr und es entsteht der Ortspark – durch die LGS zwar erheblich teurer, aber dafür aus einem Guss, sicher hochwertiger und bereits 2024.

Wohnen

Bereits 2007 hat Altbürgermeister Hilger gezeigt, wie bezahlbarer Wohnraum zu realisieren ist: Die Gemeinde verkaufte 50% des eigenen Grundstücks an der Zugspitzstraße und ließ dafür im Gegenzug auf dem restlichen Grundstück durch den Bauträger gemeindeeigene Wohnungen bauen. Selbst die SPD warb im Wahlkampf 2008 für mehr gemeindeeigene Wohnungen. Nur so hat die Gemeinde die Handlungshoheit und die Preisfindung in eigener Hand.

Schon 2019 warnten wir vor den Unzulänglichkeiten der SoBoN-Regelungen in Kirchheim. Wir wurden dafür heftig kritisiert. Heute ist Wohnraum im Ort unfassbar teuer und die Gemeinde kann dem fast nichts entgegensetzen.

Immer wieder fordern wir einen transparenteren Umgang mit den Steuergeldern der Bürger. Ein neues Projekt jagt das andere, immer vom Bürgermeister marketinggerecht in Szene gesetzt. Es tut sich was, ja aber um welchen Preis? Die Bürger werden das alles mit höheren Abgaben und geringeren Zuschüssen bezahlen müssen. Die VFW hatte genau das im Wahlkampf vorhergesagt.

Wir als VFW stehen für Planung mit Augenmaß, Weitsicht und echter Nachvollziehbarkeit!

Und wir stehen für ein offenes Miteinander – das gilt für das Miteinander der Bürger in Kirchheim und auch bei der Arbeit im Gemeinderat. Diffamieren, Runterputzen und persönliche Angriffe sind nicht unser Stil – wir müssen es oft genug aushalten. Wir stehen für konstruktive Auseinandersetzung, sorgfältige und sachliche Abwägung von Sachständen. Jede gute Überlegung verdient Wertschätzung und jeder Einwand Gehör! Herablassendes Abwiegeln als Verteidigung eigener schwacher Argumente schadet – darauf lassen wir uns nicht ein. Diskussionen finden für uns immer auf Augenhöhe statt. Das macht gute Politik aus und damit stärken wir den Zusammenhalt im Ort.

Marcel Proffert, Gemeinderat / Fraktionssprecher
Wolfgang Heinz-Fischer, Gemeinderat / 1. Vorsitzender VFW