Wahlprogramm

Kirchheim braucht Veränderungen – jetzt!

Hohe Schulden, Kürzungen bei Vereinen und Kitas, höhere Kosten für Familien, steigende Steuern und Gebühren: So darf es nicht weitergehen.
Die VFW hat bereits 2020 vor dieser Entwicklung gewarnt – leider zu Recht. Jetzt ist es Zeit für neue Wege und klare Entscheidungen.

Laden Sie sich hier unser Wahlprogramm (pdf) herunter!


1 Solide Finanzen & ehrlicher Umgang mit Steuergeldern

Solide Finanzen sind die Grundlage verantwortungsvoller Politik. Nur ein geordneter Haushalt schafft den notwendigen Spielraum für die wirklich wichtigen Aufgaben unserer Gemeinde. Wir wissen, wie es geht und können auf nachprüfbare und erfolgreiche Projekte unter Führung von VFW-Altbürgermeister Heinz Hilger verweisen – 24 Jahre wirtschaftlich vernünftige Lösungen, ohne Prestige und Schulden.


Hier die aktuellen Finanzdaten der Gemeinde:

Haushalt 2014
(erstes Jahr nach Hilger)
Haushalt 2025 (aktuell)
Schuldenstand7,2 Mio. €122,8 Mio. €
(inkl. Gymnasien)
Schuldenstand pro Kopf563,58 €6.191,77 €
Andere Gemeinden (Durchschnitt)673 €791 €
Rücklagen17 Mio. €2 Mio. €

Deshalb drehen wir jeden Euro zweimal um und versprechen nur das, was auch tatsächlich finanziert werden kann.

Mit rund 122 Mio. € Schulden (Haushalt 2025, Neubau der Gymnasien) ist der finanzielle Spielraum der Gemeinde derzeit ausgeschöpft.
Neue Projekte auf Kredit oder zusätzliche Entlastungen bei Steuern und Abgaben sind aktuell nicht verantwortbar.

Die Folgen spüren die Bürgerinnen und Bürger bereits heute: steigende Steuern und Gebühren sowie Kürzungen bei Zuschüssen für Kinderbetreuungseinrichtungen, Vereine und ehrenamtliche Organisationen.

Deshalb brauchen wir einen konkreten, realistischen Schuldenabbauplan – Schritt für Schritt und transparent dokumentiert.
Pflichtaufgaben haben dabei immer Vorrang. Neue Maßnahmen kommen nur dann infrage, wenn sie solide finanziert sind. Prestigeprojekte wird es mit uns nicht geben.

Durch mehr Einnahmen und konsequente Ausgabendisziplin gewinnen wir schrittweise unsere finanziellen Handlungsspielräume zurück.

Mit digitalen Verwaltungsprozessen, Bürokratieabbau und Kooperationen mit Nachbargemeinden können wir in den kommenden Jahren hohe Einsparungen erzielen.

Das Collegium 2000 (Pflegeheim) werden wir zur Verbesserung der Pflege und zur Entlastung des Gemeindehaushalts in professionelle Hände eines anerkannten Trägers übergeben.

Zudem werden wir gemeindeeigene Immobilien ohne klaren kommunalen Nutzen veräußern – etwa das sogenannte Bürgerhaus an der Feldkirchener Straße – und so zusätzliche Einnahmen für die Gemeinde erzielen. Zusätzlich sparen wir die laufenden Unterhaltskosten.

Auch wenn sich die Gewerbesteuereinnahmen in den letzten Jahren positiv entwickelt haben, werden wir weiter an der Ansiedelung von sauberem Gewerbe zur Erhöhung der Steuereinnahmen arbeiten.


2 Transparente Entscheidungen & Integrität


Transparenz in der Kommunalpolitik schafft Offenheit und Nachvollziehbarkeit kommunaler Entscheidungen und Prozesse. Sie ist die Grundlage für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Arbeit des Gemeinderates. Nur wenn Entscheidungen verständlich erklärt werden, können sie nachvollzogen, bewertet und kritisch begleitet werden.

Die Kirchheimer Mitteilungen (Kimi) im bisherigen Vier-Wochen-Turnus sind in einer schnelllebigen Zeit nicht mehr zeitgemäß. Deshalb setzen wir auf einen regelmäßigen digitalen Newsletter, der als Push-Mitteilung versendet wird und bei Bedarf auch in kurzen Abständen erscheinen kann.

Dieser Newsletter informiert verständlich und kompakt über:

  • alle Gemeinderatsbeschlüsse
  • laufende und geplante Baumaßnahmen
  • kommunale Projekte und Vorhaben

Er soll den Bürgerinnen und Bürgern einen schnellen Überblick geben und Transparenz im politischen Alltag schaffen.

Darüber hinaus fordern wir ein öffentliches Transparenzregister, das:

  • Tätigkeiten und Interessen der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte offenlegt
  • vollständige Baukosten- und Projekttransparenz bei allen kommunalen Vorhaben gewährleistet
  • klare Informationen zu Aufgaben, Strukturen und Finanzen kommunaler Unternehmen bereitstellt

Ein konkretes Beispiel dafür ist unser Antrag auf die Einrichtung eines Kundenbeirats bei der AFK Geothermie. Dieser soll mehr Mitsprache, Kontrolle und Offenheit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen.

Unser Ziel: Eine offene, nachvollziehbare und bürgernahe Kommunalpolitik, die Vertrauen schafft.


3 Erhalt und Verbesserung der Lebensqualität

Unser Fokus liegt auf dem Wesentlichen – ohne zusätzliche Belastungen für Bürgerinnen und Bürger, Familien und Vereine.

Trotz hoher Gemeindeschulden darf die Lebensqualität nicht sinken. Wir werden verhindern, dass neue finanzielle Belastungen entstehen.

Bezahlbarer Wohnraum ist ein Grundrecht. In der Metropolregion München wird er immer knapper – hier muss die Gemeinde aktiv gegensteuern. Das SPD-Modell der SoBoN hat sich als ungeeignet erwiesen – hohe Mieten, kein nachhaltiges Gemeindeeigentum.

Langfristig bezahlbar sind nur gemeindeeigene Wohnungen. Deshalb setzen wir auf Modelle wie die Zugspitzstraße: Kostenfreie Wohnungen für die Gemeinde im Tausch gegen Baugrund – sozial gerecht und wirtschaftlich sinnvoll.

Durch die Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels möchten wir Transparenz bei den Mieten im Immobilienbestand Kirchheims schaffen.

Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat Kirchheims. Es kostet wenig, bewirkt viel und stärkt den Zusammenhalt – gerade in schwierigen Zeiten. Durch die flexible Nutzung gemeindeeigener Räume unterstützen wir Vereine und Organisationen aktiv. Unser Ziel ist wieder die volle Unterstützung der ehrenamtlichen Organisationen, wie unter anderem der Nachbarschaftshilfe, der Tafel, dem Familienzentrum und vielen anderen zu leisten.

Seit der Landesgartenschau ist der Ortspark zu einem echten Treffpunkt für alle Generationen Kirchheims geworden – ein Ort der Begegnung und des Miteinanders, der alle Gemeindeteile verbindet. Ein Ortspark war seit Gründung der VFW immer ein Anliegen und findet sich in allen Wahlprogrammen der VFW ab 1996 wieder.

Diesen Weg wollen wir fortsetzen mit offenen Kultur- und Gemeinschaftsangeboten, die Leben in den Park bringen. Ergänzend dazu werden wir das kulinarische Angebot erweitern – nicht nur am Bürgersaal, sondern auch im südlichen Bereich rund um den Pavillon.

Leider greift der Vandalismus in letzter Zeit speziell auch im Ortspark um sich. Wir werden den Ortspark schützen und den Vandalismus einschränken. Dabei hilft ein aktiver Streetworker (den es früher schon einmal erfolgreich gab), datenschutzkonforme Sicherheits-Konzepte und der Ermunterung zu mehr Zivilcourage nach dem Tübinger Prinzip mit sehr positiven Erfahrungen.

Auch unsere vierbeinigen Familienmitglieder haben wir im Blick.
Weil Hunde im Ortspark ausschließlich angeleint laufen dürfen, kommen Bewegung und das freie Spiel mit anderen Hunden oft zu kurz. Abhilfe soll ein Hunde-Spiel- und Agility-Platz neben dem Ortspark schaffen, der sich am erfolgreichen Aschheimer Vorbild orientiert.

(Bilder: pixabay)