Unsere Kandidaten

3 Wolfgang Heinz-Fischer (66) – Exportleiter
In den letzten sechs Jahren als Gemeinderat konnte ich die Feinheiten und Finessen in der Politik in Kirchheim-Heimstetten hautnah miterleben und -gestalten. Mit dem Wissen, was alles schief gelaufen ist, sehe ich die politische Verantwortung, weiterhin meine ganze Kraft zum Wohle aller Bürger in Kirchheim-Heimstetten im Gemeinderat einzubringen.
Leider ist nicht alles Gold was glänzt. Der Entwicklungsplan zur weiteren Gestaltung und zum Ausbau der Gemeinde ist prinzipiell erst einmal ein guter Plan. Die Ausführung ist jedoch mehr als mangelhaft und bürdet den nächsten Generationen einen gewaltigen Rucksack an Schulden und verschwundener Natur auf.
Eigentum verpflichtet. Der Gemeinderat schafft Baurecht, macht aus Ackerland Bauland. Der dadurch geschaffene Mehrwert (Planungsgewinn) sollte fair zwischen Eigentümern und Gemeinde aufgeteilt werden. Die Nachfolgelasten müssen aus diesen Erträgen bezahlt werden und können nicht den schon hier lebenden Bürgern aufgebürdet werden. Bei fairer Aufteilung müssten der Gemeinde ca. 30 Mio. € mehr zustehen, als im derzeitigen Städtebaulichen Vertrag festgelegt. Ich werde mich für den entsprechenden Ausgleich einsetzen.
Die Kosten für die schier unzählbaren Aktionen (Gymnasium, Rathaus, Landesgartenschau, Haus für Kinder II, Sanierung Mittelschule, Sanierung Bürgerhaus, um nur die wichtigsten zu nennen) sind in den zu erwartenden Kosten nicht beziffert. Mit den fehlenden 30 Mio. €, einem Schuldenstand von derzeit 28 Mio. € und den geschätzten Kosten für die genannten Projekte, bewegt sich Kirchheim schnell auf einen Schuldenberg von 100 Mio. € hin. Dies wird unweigerlich dazu führen, dass Gebühren erheblich steigen und freiwillige Zuschüsse z.B. an die Vereine massiv gestrichen werden. Ich setze mich für eine solide Finanz- und Aktionsplanung ein, damit Kirchheim-Heimstetten weiterhin lebenswert bleibt und die Bürger nicht für die übertriebenen Prestigeobjekte einiger Politiker bezahlen müssen.
Jeder große Baum, der gefällt wird, ist einer zu viel. Bäume binden hohe Mengen an CO2, sorgen für Schatten und erhöhen die Lebensqualität. Ausgleichsmaßnahmen wirken erst in 20 bis 30 Jahren und wenn sie außerdem noch weit außerhalb von Kirchheim stattfinden, nützen sie dem Mikroklima in Kirchheim-Heimstetten nicht. Es gilt, so viele große Bäume wie möglich zu erhalten.
Der von der VFW initiierte Mietdeckel von 10 € für gemeindeeigene Wohnungen gilt leider für zu wenige Wohnungen und vor allen Dingen nicht für die Wohnungen, die in der Ortsentwicklung unter dem Stichwort „Günstiges Wohnen“ mit mindestens 13 € geführt sind. Wir brauchen ein Modell wie die Stadt Wien, in der die Stadt im Besitz von 1/3 der Wohnungen ist und damit eine echte Mietbremse in der Hand hält, Mietpreise derzeit um die 5,50 € pro m².
Die VFW hatte bei ihrer Gründung vor über 35 Jahren die Vision einer lebenswerten, modernen und sozial gerechten Gemeinde, bei der Wohnqualität Vorrang hat vor grenzenlosem Wachstum. Eine Gemeinde mit einem Charakter und einem grünen Herzen, in der man gerne lebt.
Dies ist mir Auftrag und Berufung.

4 Daniel Mayr (36) – Bio-Getreidehändler
Ich heiße Daniel Mayr, bin verheiratet, habe eine Tochter und wohne seit mehr als 10 Jahren in der Gemeinde Kirchheim. Frei nach dem Motto: „Tue was du liebst und liebe was du tust“, arbeite ich hauptberuflich bei einer der größten Bio-Erzeugergemeinschaften Deutschlands und kümmere mich dort um die Vermarktung von Bio-Futtermitteln.
Ich bin Kaufmann und staatlich geprüfter Umweltmanager im Fachgebiet Landnutzung und Umwelt. Zusätzlich bilde ich mich zum Nebenerwerbslandwirt weiter.Seit 2017 gebe ich bei der VHS Olm ehrenamtlich Kurse zum Umweltschutz im Auftrag des Bund Naturschutzes.
Die Belange von Unternehmern und Politik habe ich in unterschiedlichsten Branchen meiner beruflichen Laufbahn ausgiebig kennengelernt. Ich bin gegen die Abholzung des Walls und der Zerstörung weiterer wichtiger Biotope. Ich will ein Kirchheim 2030 mit Naturerlebnissen für unsere Kinder.
Zusätzlich sehe ich Bedarf sich im Gemeinderat für verschiedenste Sozialthemen wie dem Kampf gegen die Altersarmut oder Hilfe zur Pflege einzusetzen.